In der Nacht auf Sonntag, den 25. Oktober 2026, werden die Uhren von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Erwachsene freuen sich über eine Stunde mehr Schlaf. Eltern kleiner Kinder wissen es besser: Das Baby kennt keine Winterzeit. Es wird so wach wie immer, nur zeigt die Uhr jetzt 5 statt 6 Uhr. Mit ein wenig Planung lässt sich dieser Sprung aber abfedern.
Sanft in den Tagen davor
Am schonendsten ist eine schrittweise Anpassung. Etwa vier bis sechs Tage vor der Umstellung verschieben Sie den gewohnten Tagesablauf jeden Tag um zehn bis fünfzehn Minuten nach hinten. Das betrifft nicht nur das Zubettgehen, sondern alles, was den Rhythmus des Babys prägt.
So ist das Kind am Sonntag der Umstellung schon fast bei der neuen Uhrzeit angekommen, und der Unterschied fällt kaum ins Gewicht. Gerade bei Säuglingen, die ohnehin noch keinen festen Rhythmus haben, reicht oft schon eine grobe Orientierung.
- Mahlzeiten und Stillzeiten mitverschieben, soweit das Baby mitmacht. Hunger lässt sich nicht beliebig vertagen, und das muss er auch nicht.
- Tagschläfchen etwas später beginnen lassen, damit das Kind abends noch müde genug ist.
- Abends das Zimmer früh abdunkeln und die Einschlafroutine wie gewohnt beibehalten: Baden, Schlafsack, Lied oder Buch in derselben Reihenfolge.
- Morgens nach dem Aufwachen viel Tageslicht zulassen. Licht ist der stärkste Taktgeber für die innere Uhr. Ein Spaziergang am Vormittag hilft doppelt, weil er auch die Eltern wach macht.
Wenn es trotzdem holpert
Nicht jedes Kind lässt sich auf einen Plan ein, und nicht jede Familie hat die Nerven, eine Woche lang in Viertelstunden zu denken. Dann ist es auch völlig in Ordnung, die Umstellung einfach am Sonntag zu vollziehen und dem Baby ein paar Tage Zeit zu lassen. Die meisten Kinder haben sich innerhalb einer Woche angepasst. Wichtig ist nur, in dieser Zeit konsequent bei den neuen Uhrzeiten zu bleiben und nicht jeden Tag etwas anderes auszuprobieren.
Manche Eltern nutzen die Umstellung sogar gezielt. Wer ein Kind hat, das seit Wochen sehr früh wach wird, kann die Zeitumstellung zum Anlass nehmen, Zubettgehen und Aufstehen neu zu sortieren. Dann wird der Abend nicht sofort vorverlegt, sondern bleibt bei der neuen Uhrzeit, und der Morgen verschiebt sich mit etwas Geduld nach hinten.
Hilfreich sind in dieser Phase Verdunkelungsvorhänge, denn im Herbst wird es morgens ohnehin später hell. Ein früh erwachtes Baby muss nicht sofort in den Tag starten. Bleibt es noch eine Weile ruhig im abgedunkelten Zimmer liegen, verschiebt sich der Rhythmus leichter. Und wenn die ersten Nächte unruhiger werden als sonst: Das geht vorbei. Wer einen Partner hat, teilt sich die frühen Morgen in dieser Woche am besten auf, damit nicht ein Elternteil den ganzen Zeitsprung allein ausbaden muss.